Eine Ermahnung des Imam Abd al-Qādir al-Jīlānī

Der Hanbali-Gelehrte und Imam Abd al-Qādir al-Jīlānī war nicht nur ein Meister des Tasawwuf, also ein begnadeter Kenner der Wissenschaft der Herzen, sondern auch ein gestrenger Muwahid. Dies ist aus zahlreichen seiner Schriften bekannt.

So schrieb er in seinem Werk Al-Fath al-Rabbani:

«Folge [Quran und Sunnah] und fröne nicht den Neuerungen (bid‘ah) im Islam. Bleibe standhaft und weiche nicht ab. Bleibe gehorsam und sei nicht unfolgsam. Sei aufrichtig und begehe keine Beigesellung (shirk). Erkläre Allah zum Höchsten und Einzigen und verlasse nicht dieses Seine Tor (zum Paradies). Bitte Ihn und bitte niemanden außer Ihm. Ersuche Hilfe von Ihm und ersuche keine Hilfe von jemandem außer Ihm. Verlasse dich auf Ihn und verlasse dich nicht auf jemanden außer Ihm. […]

Du musst Seine Gebote erfüllen, sein Verbot achten, Seinem Erlass Folge leisten und übe dich in innerer und äußerer Gelassenheit und Ruhe wenn ER gegenwärtig ist, dann wirst du erfahren, was das Gute im Diesseits und im Jenseits ist. Richte deine Bitten nicht an die Geschöpfe, denn sie sind schwach und mangelhaft, sind unfähig Schaden oder Nutzen für sich selbst oder andere zu bringen.»

Regeln und gute Verhaltensweisen beim Îd (islâmischen Fest)

BISMILLAHI-R-RAHMANI-R-RAHIM

Das islâmische Îd ist durch die Barmherzigkeit und Gnade Allâhs des Allmächtigen ein Beispiel für Freude und eine großartige Gelegenheit zur Seelenläuterung, einmütiger Ansicht und erfrischende Verjüngung des Lebens an sich. Dies muss nun jedoch nicht automatisch Nachlässigkeit gegenüber Verpflichtungen und Zügellosigkeit bei Verhaltensweisen und guten Umgangsformen bedeuten; ganz im Gegenteil ist es am Îd notwendig, entschieden an den von der Scharî´a festgelegten Kriterien für diesen Tag sowie an den guten Umgangsformen, die an ihm eingehalten werden müssen, festzuhalten.

Es gibt hinsichtlich des Îd eine Reihe von Regeln, Sunna-Handlungen und guten Umgangsformen, die ein Muslim beachten und an denen er festhalten sollte, die zum Einen alle vom Zweck und Ziel herrühren, auf Grund dessen das Îd im Islâm vorgeschrieben wurde, und zum Anderen zu jeder Zeit und an jedem Ort innerhalb der Grenzen der Anbetung Allâhs des Herrn der Welten liegen.

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Die muslimische Frau und Demonstrationen und die Stufen von Hijaab (Teil 4)

BISMILLAHI-R-RAHMANI-R-RAHIM

 

Die Bedingungen von al Hadjah

1. Bedingung von al Hadjah

Das Bedürfnis muss sicher sein, das bedeutet, der Vorteil muss sicher gebracht werden oder sehr nahe an der Sicherheit sein.

Das Herausgehen der Frau zu Demonstrationen ist in keiner Weise eine Hadjah und kein Wissenschaftler hat je gesagt, dass es ein Hadjah ist. Die Vorteile des Herausgehens zu einer Demonstration sind nicht sicher und auch nicht nahe von sicher. Hier zwei Beispiele aus Europa:

  1. In Dänemark wurde der Prophet durch Karikaturen beleidigt und die gesamte Ummah überall in der Welt hat dagegen demonstriert und nur, um eine Entschuldigung zu hören. Haben die Muslime eine Entschuldigung erhalten?
  2. In Frankreich wurde das Hidjab in den Schulen verboten und tausende von Muslimen in Frankreich und anderen Ländern haben dagegen demonstriert. Wurde das Gesetzt geändert?

 

2. Bedingung von al Hadjah

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Die muslimische Frau und Demonstrationen und die Stufen von Hijaab (Teil 3)

BISMILLAHI-R-RAHMANI-R-RAHIM

 

Sunnah

Der Prophet sagte:

« Die Frau ist Aurah und wenn sie herausgeht, hält Shaitan nach hier Ausschau. Sie ist näher an ihrem Herrn, wenn sie mitten in ihrem Haus ist.“
Isnad sahih nach Shaikh al Albani

Mullah Ali al Qariy sagte über dieses Hadith: „Wenn die Frau aus ihrem Frauengemach herausgeht, hält Schaitan nach ihr Ausschau. Das bedeutet, er macht sie schön im Blick der Männer. Und es wurde gesagt, es bedeutet, er schaut ihr nach, um sie zu verführen und durch sie verführen zu lassen.“

Al Haithami berichtete in seinem Buch Mudjma´ az Zawa´id, dass Ibn Mas´ud ra. sagte:

„Die Frauen sind Aurah. Wahrlich die Frau verlässt ihr Haus und es ist alles in Ordnung und der Shaitan hält Ausschau nach ihr und sagt: Jeden, an den du vorbeiläufst, den wirst du gefallen. Die Frau bekleidet sich und wird gefragt, wohin? Sie sagt dann: Ich besuche einen Kranken oder ich gehe zu einer Trauer oder ich gehe zur Moschee. Keine Frau betet ihren Herrn gut an, außer in ihrem Haus.“
Tabarani, alle Überlieferer sind vertraulich, die Aussage von Ibn Mas´du hat ein Marfu´-Urteil (ein Sahabi sagt eine Sache, die nicht seine eigene Meinung ist, sie kann nur vom Prophet kommen)

Was sagen die vier Rechtsschulen über das Herausgehen der Frauen zum Gebet?
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Die muslimische Frau und Demonstrationen und die Stufen von Hijaab (Teil 2)

BISMILLAHI-R-RAHMANI-R-RAHIM

 

Ash Shaikh Mohammad Ibn Ismail Muqaddim sagt in seinem Buch „Zurückkommen des Hidjab“:

„Der Hidjab, das uns von Allah befohlen wurde, besitzt drei Stufen, eine über die andere.
1. ihr zu Hause: 33:33
2. ihr Hidjab in der Öffentlichkeit: 33:59 – hiermit ist das Bedecken des gesamten Körpers der Frau gemeint, einschließlich des Gesichts und der Hände.
3. ihr Hidjab in der Öffentlichkeit mit Ausnahme des Gesichts und der Hände mit der Bedingung, dass die Frau vor der Fitnah sicher ist. Dies ist die Meinung von manchen Wissenschaftlern. Die meisten Wissenschaftler in dieser Zeit von allen Rechtsschulen sind der Meinung, dass es Pflicht ist, ihr Gesicht und die Hände zu bedecken. Somit fällt diese Stufe weg.“
‚Audatu al Hidjab“ 3/72-73

Reden wir jetzt ausführlich über die 1. Stufe des Hidjab mit der Ayah

[33:33] Und bleibt in euren Häusern und prunkt nicht wie in den Zeiten der Dschahiliya und verrichtet das Gebet und entrichtet die Zakah und gehorcht Allah und Seinem Gesandten. Allah will nur jegliches Übel von euch verschwinden lassen, ihr Leute des Hauses, und euch stets in vollkommener Weise rein halten.

Ibn Kathir sagt in seinem Tafsir über diese Ayah:

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Die muslimische Frau und Demonstrationen und die Stufen von Hijaab (Teil 1)

BISMILLAHI-R-RAHMANI-R-RAHIM

 

Alles Lob gebührt Allah, Dem Herrn der Welten. Frieden und Segen seien auf dem Gesandten Allahs, seiner Familie, seinen Gefährten und denjenigen, die bis zum jüngsten Tag ihrem Weg folgen.

Ich nehme Zuflucht bei Allah :swt:, dass ich nicht streng zu den Muslimen bin und barmherzig mit den Nichtmuslimen.

Über das Thema Frau wurde schon viel gesprochen und viele Bücher geschrieben, Gutes und weniger Gutes. Die Muslime, die sich mit ihrer Religion beschäftigen, wissen, dass die Frau die Hälfte der Ummah darstellt, sie gebiert die andere Hälfte – sie ist die ganze Ummah. Deshalb wird der Frau im Islam sehr viel Wert gegeben. Nimmt die Frau den richtigen Weg zu Allah :swt: , dann hat sie die Möglichkeit, die gesamte Lage der Ummah zu ändern. Wird sie von diesem Weg verdrängt, wird sie Anteil an der Rückständigkeit der Ummah haben.

Wir möchten heute über das Thema „Die Frau und das Teilnehmen an Demonstrationen“ sprechen. Ist es für sie erlaubt? Ist dies der islamische Weg, um ihre Rechte einzufordern?

Beginnen möchte ich mit einer Geschichte, die al Hakim von Ibn Shihab berichtete, welcher sagte:

„Omar Ibn al Khattab begab sich zum Sham (jetziges Syrien, Jordanien, Palästina) und Abu Ubayda war mit uns. Sie kamen an einen Fluss und Omar saß auf seinem Kamel und stieg herunter, zog seine Schuhe aus und legte sie auf seine Schultern. Jetzt nahm er sein Kamel an den Zügeln und durchquerte den Fluss. Abu Ubayda sagte zu ihm: Oh Prinz der Mu´minin, du tust so etwas?! Du ziehst deine Schuhe aus und legst sie auf deine Schultern, nimmst dein Kamel und watest durch den Fluss? Das macht mich nicht froh, wenn die Leute des Landes (Christen) dich so sehen. Omar sagte: Oh, wenn jemand anderes außer dir dies gesagt hätte, ich würde ihn zu einem Beispiel (exemplarische Bestrafung) für diese Ummah von Mohammad machen. Wir waren unterwürfige Leute, dann hat uns Allah mit dem Islam Ansehen verliehen. Wenn wir das Ansehen (Stolz) woanders als im Islam suchen, dann wird uns Allah wieder zu unterwürfigen Leuten machen.
[Al Hakim sagt: Sahih mit der Bedingung von Al Bukhary und Muslim und Adh Dhahabi stimmte zu. Shaikh Al Albani sagte: „Das ist genau so, wie sie sagten.“ As Silsilah as Sahiha (51)]


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Die Regel über „Ich warne vor …“

BISMILLAHI-R-RAHMANI-R-RAHIM


Alles Lob gebührt Allah, Dem Herrn der Welten. Frieden und Segen seien auf dem Gesandten Allahs, seiner Familie, seinen Gefährten und denjenigen, die bis zum jüngsten Tag ihrem Weg folgen.

Allah :swt: führt ein Herz zum Islam, nachdem es in Dunkelheit und Unwissenheit des Kufr litt. Jetzt aber kostet er den Anmut des Imans, welcher seine Tränen von seinem Gesicht wischt und ihm einen leuchtenden Weg in die Zukunft zeigt.

Dieses Herz spürt eine Wärme, wenn es Vorträge über das Paradies, die Hölle, die Engel, den Tod, das Universum usw. hört. Sie und der daraus folgende Iman ist die Nahrung, welche ihn gegen sein Umfeld stärkt, das ihn nicht anerkennt und nicht akzeptiert. Es hörte immer Ahlu Sunnah, Ahlu Sunnah – seine Fitrah ruft ihn zu sich und sagt, dies ist dein Nest, halte fest daran.

Plötzlich beginnt dieses Nest zu schwanken und die Wärme wird lauer, die Verwirrung erscheint wieder am Horizont, denn eine Stimme warnt vor der anderen im selben Nest. Was wird wohl dieses Herz jetzt erleben, wie wird es ihm ergehen?

Die Weisheit, ja die Weisheit ist das Hinlegen jeder Angelegenheit an ihre passende Stelle. Das Anstossen einer Schlechtigkeit, indem viele andere Schlechtigkeiten vorgebracht werden, ist gegen diese Weisheit.

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Aussagen der 4 Rechtsschulen zum Hidjab/Niqab

BISMILLAH-IR-RAHMAN-IR-RAHIM


das Thema Hidjab/Niqab – fard oder mustahab wird oft diskutiert und es gibt eindeutige Aussagen der Gelehrten darüber. Wie sehen es aber die vier Rechtsschulen und zu welchem Urteil kommen sie hier im Detail? Dazu habe ich eine kurze Zusammenfassung erstellt und ich hoffe, die Aussagen der Gelehrten wird einige Fragen klären inshaALLAH.

Al Madhab al Hanafi

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Das Fest des Fastenbrechens und seine Festsetzung

BISMILLAH-IR-RAHMAN-IR-RAHIM

Wir stehen kurz vor ʽĪd Al-Fiṭr, dem Fest des Fastenbrechens. Manche datieren den Monatsanfang des Fastenmonats entsprechend dem Qurʼān und der Sunnah, andere hingegen verlassen sich auf astronomische Berechnungen. Doch die Aussagen derjenigen, die sich auf die astronomischen Berechnungen stützen, sind dieses Jahr widersprüchlich, und so kann man sich als Muslim nicht darauf verlassen. Vielmehr hat man der Sunnah des Gesandten Aḷḷāhs r zu folgen, welche eindeutig ist und Klarheit verschafft:

ʽAbduḷḷāh Ibn ʽUmar berichtet, dass der Gesandte Aḷḷāhs r sagte: „Wenn ihr ihn (den Neumond von Ramadan) seht, dann fastet. Und wenn ihr ihn (den Neumond von Schawwal) seht, dann brecht euer Fasten.“
(Buchari und Muslim)

Der Gesandte Allahs r hat uns auch erklärt was zu tun ist, falls der Neumond nicht gesichtet werden kann. Er sagte:

„Wenn die Sicht versperrt ist, dann fastet dreißig Tage!“
(Muslim)

Sollte man den Neumond also aufgrund von Wolken oder anderem nicht sehen können, hat man als Muslim den Monat Ramaān auf dreißig Tage zu vervollständigen.

Die muslimische Gemeinschaft, sowohl die Ersten als auch die Späteren von ihr, ist sich darüber einig (arab. Idschma‘), dass der Monat Ramadan durch die Sichtung des Neumondes mit dem Auge endet und nicht durch astronomische Berechnungen. Wie können wir denn den Weg des Propheten unterlassen, wo Aḷḷāh doch gesagt hat:

„So sollen diejenigen, die seinem Befehl zuwiderhandeln, sich vorsehen, dass nicht eine Versuchung sie trifft oder schmerzhafte Strafe sie trifft“
(Nur 24:63)

Deshalb haben sich über vierzig Imame unter der Aufsicht des hohen Rates darauf geeinigt abzuwarten, ob der Neumond nach Sonnenuntergang am Mittwoch des 08. September 2010 / 29. Ramaān 1431 gesichtet werden wird.

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Das Schraubglas

BISMILLAH-IR-RAHMAN-IR-RAHIM


Soeben erreichte mich eine schöne Geschichte, die ich euch nicht vorenthalten möchte.


Der Sheikh stand vor seinen Schülern und stellte ihnen ein paar Aufgaben.
Als die Schüler still begannen, holte er ein großes Schraubglas hervor und füllte es mit Golfbällen.

Dann fragte er die Schüler, ob das Schraubglas voll wäre. „Voll“ , dem stimmten sie zu.

Der Sheikh holte nun eine Box mit Kieselsteinen hervor und gab sie in das Glas.
Er schüttelte das Glas sanft. Die Kieselsteine rollten in die Zwischenräume zwischen die Golfbälle.
Dann fragte er seine Schüler erneut, ob das Glas nun voll wäre. Sie stimmten wieder zu.
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